your Logo

F. Suter Planungsbüro AG / F. Suter Immobilien AG

Mittelalterliches Schwyzerhaus, Sattel

 

 

Im Auftrag der Stiftung der schweizerischen Schuljugend zum Erhalt des Schlachtfeldes am Morgarten durfte die F. Suter Planungsbüro AG die Planung und Bauleitung vom Wiederaufbau des Niderösthauses im Gebiet Schornen in Sattel übernehmen. Dieses Haus ist das älteste bekannte Holzgebäude Europas und stammt aus dem Jahre 1176.

Nach dem Abbruch beim alten Standort in Schwyz wurde das Haus gründlich untersucht. Die Zeit hinterliess auch am Niderösthaus seine Spuren. Viele Holzbalken waren beschädigt und mussten ausgewechselt werden. In aufwändiger Handarbeit wurden die neuen Teile angefertigt. Nach der ausführlichen Untersuchung und Erneuerung konnte mit dem Wiederaufbau in der Schornen begonnen werden. Das unterste Stockwerk wurde mit Bruchsteinen und einer speziellen Maurertechnik erstellt. Auf diese Mauern, welche die Kellerräume umgeben, wurde das alte Schwyzerhaus gestellt. Stück für Stück wurde das Holzhaus aufeinander gestapelt und schliesslich mit einem Eternitdach eingedeckt. Da die Betrachter des Niderösthauses nicht die Möglichkeit haben, das Gebäude zu betreten, wurde ein modernes Fenster in die nördlich liegende Fassade eingebaut, welches einen breiten Einblick in das Innenleben bietet.

Parallel zum Niderösthaus wurde ein Teil des alten Letzi Stalls abgebrochen und ein neues, modernes Informationszentrum zur Schlacht am Morgarten errichtet. Auch bei diesem Vorhaben hatte die F. Suter Planungsbüro AG die Ehre, den Bau zu leiten. Der Aufenthalts- und Mehrzweckraum im östlichen Teil wurde saniert. Auf dem Erdgeschoss hat man unter anderem die Küche ersetzt und ein Cheminée eingebaut. Auf demselben Stockwerk befinden sich zusätzlich zwei separate Frauen- und Männer-WCs. Durch eine Treppe gelangt man zu zwei getrennten Schlafräumen. Weiter ist die Etage mit je einer Frauen- und einer Männerdusche, sowie Toiletten ausgestattet. Eine weitere Treppe führt in das Dachgeschoss, in welchem weitere Schlafmöglichkeiten und eine Abstellkammer angeordnet sind. In Zukunft wird das Mehrzweckgebäude an Schulklassen, Vereine und andere Interessenten für Reisen, Vorträge, Apéro, Geburtstage und viele weitere Aktivitäten vermietet.

Das Informationszentrum wurde als Anbau an das Mehrzweckgebäude praktisch von Grund auf neu erstellt. Ein Durchgang verbindet die beiden Gebäudeteile. Für die Gestaltung des Zentrums wurde ein ausgeklügeltes Konzept erstellt. Dabei steht das Schlachtgeschehen klar im Vordergrund. Viele Informationen und auch Bilder befinden sich an den Wänden. Ein Highlight ist klar das zweite Geschoss, in dem sich viele versetzt angeordnete Bildschirme befinden, auf denen das projizieren eines Filmes ermöglicht wird.

Durch die geschickte Anordnung der Durchgänge und Wege ist praktisch die ganze Anlage für Rollstühle zugänglich. Der gepflasterte Aussenplatz beinhaltet vereinzelte, grössere Steine, auf welchen alle Gönner und Spender eingraviert wurden. Der untere überdachte Teil der Südfassade ist mit einem Bild der Schlacht am Morgarten versehen. Je nach Betrachtungsort wird eine andere Abbildung gezeigt. Geht man an diesem Bild vorbei, startet automatisch eine Tonaufnahme, welche zusätzlich über die Schlacht informiert. Der Rest des Hauses ist mit einer vertikalen Holzschalung eingekleidet.